…oder:
Glaub´ nicht alles, was du denkst

„Mist, das war schon wieder nix heute…“
„Ich krieg´s einfach nicht hin!“
„Wann macht es denn endlich ´klick´?“
„Bei mir wird das nichts…“
„Ich bin einfach zu blöd dazu.“

Jaha, gar nicht so einfach, die Sache mit dem Abnehmen, mit der gesunden Ernährung, mit dem Ändern der Gewohnheiten.

Viel zu viel Kohlenhydrate gegessen. Die Uhr verpeilt. Flüssigkeit mehr unten raus als oben rein. Schrittzähler im 4stelligen Bereich, aber ganz, ganz unten. Motivation auch. Laune sowieso.

Ärger, Selbstverurteilung, Frust, Enttäuschung bestimmen deinen Tag. Schlechtes Gewissen.
Du kannst die Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit und Ernährung rauf und runter beten. Du weisst soooo viel. Und trotzdem klappt´s nicht. Du kriegst die Kurve nicht.

Woran liegt´s?

Mal ganz ehrlich: Mit dem, was du dir in deinen inneren Selbstgesprächen tagsüber so an den Kopf wirfst, wärst du selbst bei deinem ärgsten Feind vorsichtig.
Mit einem Freund würdest du erst recht nicht so umgehen.
„Liebe deinen Nächsten WIE DICH SELBST“ – du bist der Mensch, dem du nicht weglaufen kannst. In jeder Minute eines jeden Tages musst du mit dir auskommen. Fang bei dir an.
Betrachte dich als den allerbesten Freund, den du je kriegen kannst.

Warum ist das so schwer?

Weil du ein Gehirn hast, welches seinen Job verdammt gut erledigt. Dieses Organ zwischen unseren Ohren ist darauf ausgelegt, aus den reinkommenden Daten Routinen zu erstellen. Dabei unterscheidet es nicht zwischen „gut“ und „böse“.
Einmal erstellte und oft genutzte Routinen manifestieren sich tatsächlich physiologisch in richtig dicken, gut geschmierten Nervenverbindungen. Das fluppt da nur so wie nachts um 3 auf der A4.
Startpunkt, Ausfahrten und Ziel auf dieser Strecke heissen:
Pommesduft, mmmhhm! – Pommes kaufen (falsche Ausfahrt, merkt aber noch keiner) – Pommes essen (falsche Ausfahrt, merkt aber fast keiner) – Magenschmerzen und/oder schlechtes Gewissen (vor die Wand gefahren, nü wissen alle Bescheid) – Selbstverdammung in Grund und Boden.
Ende. Tag gelaufen.

Bereit, NEU zu denken über´s Denken?

Okay, dann hier ein kleines Spiel für dich.
Lege dir Stift und Zettel neben das Bett und notiere gleich morgens beim Aufwachen – am besten noch eine Minute eher 😉 – deinen ersten Gedanken des Tages.
WIRKLICH den ersten, den ALLERersten.

Ich probiere das seit Monaten. Vergebens. Jedes Mal stelle ich fest, dass der Maschinist da oben schon vor mir auf ist. Die Motoren laufen schon. Aber sowas von!

Entsetze Erkenntnis: Nicht ICH denke, sondern:

ES denkt mich!!!

Soviel zum Thema Determinismus / Freier Wille.
Da bin ich aber kriebitzig geworden! So nicht mit mir! Chef im eigenen Haus will immer noch ich sein! Ich bestimme, was ich denke!

Da ich die eingangs erwähnten Gedanken und die damit verbundenen Gefühle nur zu gut kenne, habe ich mich entschlossen, den Rest meines Lebens etwas heiterer zu verbringen. Erheblich heiterer.
Also: raus aus diesem Teufelskreis, dieser Abwärtsspirale! Neu denken ist angesagt und damit auch: neu FÜHLEN!

Und das funktioniert! Yeah!

Schwappt ganz automatisch und nebenbei auch in alle anderen Lebensbereiche. Tja, Glück ist nicht für Spass!
Und es lohnt sich.
Dauert allerdings etwas. Die gut ausgebauten Nervenautobahnen müssen sich zurückbilden, dünner werden, ganz abreissen. Neue Nervenverbindungen entstehen.
Es heisst, das Gehirn benötigt so 21 bis 40 Tage dazu. Bei Blitzmerkern wir mir können es auch schon mal 60 sein.

Aber was sind diese paar Tage schon gegen den Rest deines Lebens?

Fang an und: Glaub´ nicht alles, was du denkst!

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Der Maschinist im Kopf…
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